• 1. Allrad-FUSO Forum Treffen Knuellwald 2017

 1. Deutsches Allrad-FUSO Forum

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Einzelbereifung
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MiniCanter
Gmunden am Traunsee
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12. März 2018 - 11:57
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Fusianer sagt
Hallo Charly,

ich kann Dir zwar keine genauen Details dazu nennen, aber meines Wissens hat der Protos von Pfau nicht wirklich viel mit dem Canter 6C18 gemeinsam. Soweit ich weiß, greift Pfau da massiv in allen Bereichen (Fahrwerk, Getriebe, Bremsen, etc.) ein, d.h. mit so einem Fahrzeug brauchst Du schon in Deutschland nicht bei Mercedes/Mitsubishi auftauchen und erwarten, dass man Dir dort helfen kann.

Was Pfau selber betrifft, habe ich nur Gerüchte gehört, dass Pfau wirtschaflich schwierige Zeiten durchgemacht haben soll und sich mittlerweile auch die Eigentumsverhältnisse geändert haben sollen. Wenn ich mir den Internetauftritt von Pfau Kommunaltechnik so anschaue, erzeugt es jedenfalls wenig Vertrauen bei mir, dass ein Teil der Seiten einfach leer sind und die aktuellsten Informationen zum Rexter/Protos von 2013 stammen.

VG, Olly  

Die Firma Pfau gibt es nach der zweiten Insolvenz in zwei Jahren leider nicht mehr:
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fusoton
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16. Mai 2018 - 21:25
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Guten Abend in die Runde,

 hier – nach all den teilweise hitzigen Beiträgen über die Tauglichkeit des Fusos – endlich mal was wirklich positives: Ich habe letzte Woche nach ewig langem Warten(v.a.wegen Kommunikationsproblemen beim örtlichen Daimler Dealer…) endlich meine Einzelbereifung eingetragen bekommen. Vor allem dank des sehr kooperativen und konstruktiven TÜV-Prüfers der doch noch darüber hinwegsah, dass nur der Tachograf (bei mir noch drin wg. LKW Zulassung) die korrekte Geschwindigkeit anzeigt und mir das (bis jetzt) unlösbare Problem der Tachoumstellung genommen hat . Die Hinterachse und das Gesamtgewicht wurden abgelastet auf 3,2 bzw.6,0t, neue HU ohne Mängel gemacht und schon können wir endlich zum ausgiebigen testen losbrausen. In 2 Wochen kann ich mehr sagen und beim Workshop im Juni könnt ihr euch die Schlappen dann live ansehen…

Viele Grüsse an alle und gute Fahrt!

P.S.: Auch wir sind bis jetzt sehr zufrieden mit unserem Fuzzi!

P:P:S@ Harry und Olly:  leider sind wir nicht daheim wenn ihr in Waging am See seid – auf dem Weg dorthin fahrt ihr Luftlinie ca.200m bei uns vorbei – sonst hätten wir sehr gerne ´nen Kaffe oder ein köstliches Bierchen zusammen geniessen können- das müssen wir halt dann in Stockstadt nachholen!

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ConFuso
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23
22. Mai 2018 - 16:35
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Hallo an alle,

auch bei mir hat die Umstellung des Kombiinstrumentes auf die Größe der Einzelbereifung bisher nicht geklappt. Ich wollte im Rahmen des Aufenthaltes während des Workshops die „Kunzmänner“ nochmal dranlassen, aber Rebecca Pfaff hat mir schon signalisiert, dass bisher keine Lösung in Sicht ist.

Für alle, die eine korrekte Tachoanzeige für den TÜV benötigen, hat Tobias Teichmann von 4wheel24 bei mir eine pragmatische und einfache Möglichkeit installiert und ich finde die Idee eigentlich genial: Er hat die Elektronik in Ruhe gelassen und hat einfach eine zweite Skala im Kombiinstrument aufgeklebt. Ähnlich wie bei manchen Ami-Schlitten, die ja auch eine km/h und mi/h-Anzeige haben. Das hat außerdem den Vorteil, dass bei mir beide Reifengrößen eingetragen sind und ich beliebig wechseln kann.

Das Kombiinstrument ist ganz leicht auszubauen und auch die Frontplatte kann sehr leicht entfernt werden ( das weiß ich, da ich voreilig die zweite Skala schon wieder entfernt habe – muss ich wahrscheinlich für den nächsten TÜV dann doch wieder einkleben 😩). Das kann jeder von Euch also auch ganz leicht selbst erledigen.

Gibt es eigentlich jemanden, der schon eine erfolgreiche Umstellung hinter sich hat? Wie ist das bei den Woelcke-Fahrzeugen gelöst worden?

Viele Grüße 

Helmut

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Fusianer
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23. Mai 2018 - 12:27
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Hallo Helmut,

bei unserem Woelcke ist das erfolgreich gemacht worden. Allerdings habe ich keine näheren Details, die hier hilfreich sein könnten.

VG, Olly

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danieldd
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24. Mai 2018 - 20:18
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Komisch ist das schon, denn das Kombi müsste in der Lage sein, den Reifenrollumfang abzulegen.

So ist es jedenfalls in der Diagnose vorgesehen. Es kann sein, dass wenn der Tachograf noch mit Verbaut ist, auch der mit umgestellt werden muss, damit es auf dem CAN Bus keine zwei verschiedenen Geschwindigkeiten gibt. Bin jetzt nicht sicher welche Geschwindigkeit bei Differenzen von Tachograf und Kombi herangezogen wird.

Technisch könnte man nämlich auch die Drehzahlimpulse runter teilen (Entspricht dem guten alten Anpassungsgetriebe für Tachowellen) Dabei geht jedoch die Verplombung der Geber flöten, das kann einen anderweitigen Diskussionsnotstand auslösen……

Die Zweitskalen Lösung hat nur einen blöden Effekt auf den Wegstreckenzähler, das kann die Skala nicht korrigieren…..

Ist auf jeden Fall ein Thema für das Treffen…

Gruß Daniel

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ConFuso
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9. Juni 2018 - 22:20
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Servus Daniel,

klar, der Wegstreckenzähler stimmt mit der Zweitskala nicht mehr. Aber damit könnte ich leben…

Der Fahrtenschreiber konnte übrigens auf den Abrollumfang der Einzelbereifung umgestellt werden. Insofern habe ich aktuell tatsächlich zwei verschiedene Geschwindigkeiten „im System“. Die korrekte am Fahrtenschreiber (so wie bei Toni/Fusoton auch) und die falsche am Kombiinstrument.

Bist Du auch in Stockstadt?

Viele Grüße 

Helmut

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danieldd
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10. Juni 2018 - 11:29
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Ja ich werde hin kommen.

Gruß Daniel

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ConFuso
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12. Juni 2018 - 20:08
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Schön, ich freue mich drauf Dich kennen zu lernen!

Viele Grüße 

Helmut

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Gode_RE
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14. Juni 2018 - 8:00
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Hallo Daniel, 

Du hattest schon öfter mal sehr detailliert Fachfragen zu Schaltplänen und Co beantworten können. Kannst Du diese Unterlagen mal mitbringen, das interessiert und fasziniert mich. Und ich würde Dich vor Ort gerne mal fragen, wo genau ich z.B. den Anschlussport finde, zu dem Du mir mal wegen der Anhängerbeleuchtung geantwortet hattest. 

LG Gode

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danieldd
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14. Juni 2018 - 20:14
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ja klar kann ich schon tun.

Nimmst halt mal ein USB Stick mit 🙂

– evtl wird’s ja auch ne spontane Fahrzeug Elektrik Session – wer weiss ?.

Gruß Daniel

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habnochkeinen
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24. Juni 2018 - 10:59
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Hallo Gemeinde,

hab mich hier mal registriert, weil ich mit dem Gedanken spiele, mir einen Fuso zuzulegen. Finde das Konzept „Leicht-Lkw“ also klein und leicht ganz interessant.

Bei der Umrüstung auf Einzelbereifung mit deutlich größerem Radumfang (hab irgendwas mit Steigerung Durchmesser 15cm gelesen) treten doch deutlich höhere Pressdrücke im gesamten Antriebsstrang auf. Das Ganze noch potenziert bei eingelegter Untersetzung. Habt Ihr da keine Angst wegen der Haltbarkeit der Achsen? Es ist mir schon klar, dass wegen der Konzeption des Allradantriebs generell nicht mit 4×4 gefahren wird bzw. dass der Allrad nur für „Notsituationen“ reserviert bleibt. Aber auch bei 4×2 hat das Diff ja ganz schön was zu tun.

Die Umrüstung bei meinem Defender von 7.50 – 16 auf 255/85 – 16 macht sich z.B. eindeutig negativ beim VTG bemerkbar (Verschleiß v. Wellenlagerungen).

Gibts da beim Fuso Langzeiterfahrungen was noch geht und was nicht?

 

Grüße

michael

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Fusianer
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25. Juni 2018 - 8:24
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Hi Michael,

die Frage ist, was Du unter „Langzeit“-erfahrungen verstehst. In Australien wird der Canter 4×4 schon seit vielen Jahren mit Einzelbereifung gefahren und das scheint zwar ganz gut zu funktionieren, aber Erfahrungen aus erster Hand hat damit vermutlich keiner hier bei uns. 

Die Erfahrungen mit dem 6C18, der hier in Europa aus einem Werk in Portugal kommt, sind vom Zeitraum her überschaubar, weil es den noch nicht so furchtbar lange gibt. 

Unser Getüm hat mittlerweile 50.000km mit Einzelbereifung (285/70 R19.5) auf der Uhr, davon auch wesentliche Anteile auf schlechten Pisten, im Gelände und dadurch zugeschaltetem Allrad.  Das läuft für mich noch nicht wirklich unter Langezeiterfahrung, bisher hatten wir aber noch keinerlei Probleme mit dem Antriebsstrang.

Viele Grüße Olly 

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ConFuso
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25. Juni 2018 - 20:20
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Hallo Michael,

ein Freund von mir hat den Canter (mit Serienbereifung) als 4×2 schon viele Jahre problemlos in seinem Containerdienst laufen. Oft überladen und mit häufigen Anfahr- und Beschleunigungsvorgängen, da das Haupteinsatzgebiet der Firma im Stadtgebiet von München liegt. Ich denke mal, daß die Belastungen des Antriebsstranges dieser Containerdienst-Fahrzeuge vergleichbar sind mit den Belastungen unserer Langstreckenfahrzeuge mit grösserer Bereifung. Wie gesagt, bisher über Jahre hinweg problemloser Einsatz.

Und wie so oft wird es eine große Rolle spielen, wie mit dem Fahrzeug umgegangen wird. Es wird einen großen Unterschied machen, ob man mit Brachialgewalt durch das Gelände bolzt oder ob man mit Gefühl, Hirnschmalz und vorsichtigem Gasfuß mit dem Gelände „spielt“.

Ich habe keine wirklichen Bedenken wegen der grösseren Single-Bereifung, aber Langzeit-Erfahrungen stehen noch aus.

Viele Grüße

Helmut

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Fusianer
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17. Oktober 2018 - 21:32
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Hallo zusammen,

 

so, ich hatte es ja schon in anderen Threads angedeutet (und einen Erfahrungsbericht angekündigt), wir haben unserem Getüm hier in Nordamerika neue Schuhe verpasst!

Nachdem wir beim letzten FUSO-Treffen mal eine Runde in Tonis FUSO drehen durften und den Fahrkomfort-Unterschied mit den Ballon-Reifen spüren konnten, hat mich das Thema einfach nicht mehr losgelassen. Durch die Infos von Toni konnte ich dann schnell bei trucksupersingles.com.au ausfindig machen, dass es einerseits seit kurzem auch passende Bereifung mit erheblich höherem Lastindex gibt und außerdem in Canada ein Vertriebspartner des australischen Herstellers der Felgen existiert. Also habe ich, in Canada angekommen, dort mal angefragt und langer Rede kurzer Sinn: Seit nunmehr knapp einem Monat bzw. 3.500km sind wir mit Reifen der Dimension 37×12.5R17 von Patriot auf den gleichen 17“ Felgen wie Toni unterwegs.

Die Patriots sind Offroad-Reifen mit ziemlich aggressivem MT-Profil und einem Lastindex von 131Q, d.h. 1950kg pro Reifen bei max. 160km/h. Damit kommen wir auf eine maximale Achslast von 3900kg, was ziemlich genau unserer Last auf der Hinterachse entspricht, wenn wir komplett voll beladen sind.

Wie fährt sich das Ganze nun? Hätten wir nicht vorher in Tonis FUSO gesessen, hätte ich mir nie vorstellen können, dass eine andere Bereifung so einen deutlich spürbaren Unterschied machen kann und das hat sich jetzt auch bei uns bestätigt. Der Fahrkomfort hat sich wirklich drastisch verbessert. Neben der subjektiven Empfindung gibt es auch recht objektive Indikatoren, wie z.B. den Getränkehalter in unserem Laster. Bisher wäre es nicht denkbar gewesen, einen vollen Kaffebecher darin während der Fahrt zu transportieren, ohne den Kaffee im ganzen Fahrerhaus zu verteilen (trotz Deckel!). Mittlerweile geht das problemlos und zwar selbst auf den katastrophalen Highways in Michigan (Hier braucht man teilweise Leitern, um aus den Schlaglöchern wieder rauszukommen). 😉

Wir sind sehr froh über den Zugewinn an Fahrkomfort und würden die neue Bereifung auch nicht mehr hergeben, gleichzeitig gilt auch hier: Wo Licht ist, ist auch Schatten. Der zusätzliche Bewegungsspielraum in den Reifen, kommt auch bei Kurvenfahrten zum Tragen, d.h. das Auto nickt etwas stärker in der Kurve ein. Das Einlenken fühlt sich ebenfalls etwas weniger präzise an, weil der Reifen halt mehr Eigenbewegung hat und außerdem hört und spürt man das aggressive MT-Profil wahrnehmbar.

Last but not least: Diese Art von Reifen lassen sich sehr schwer auswuchten und in Kombination mit dem Profil, der Fahrwerksgeometrie (Spur, Sturz), Federung und Dämpfern kann das dazu führen, dass man bei bestimmten Geschwindigkeiten Vibrationen im Lenkrad spürt. Wir haben hier in Nordamerika FUSO-Fahrer kennengelernt, die dieses Phänomen gar nicht haben (@Toni: Bei Dir war davon auch nix zu spüren, oder?), bei uns vibriert es jedenfalls bisweilen, weshalb wir einige Zeit bei einem LKW-Reifenhändler verbracht haben, um die Reifen auswuchten zu lassen. Unsere Erfahrungen dort könnten einen kompletten Post füllen, deshalb erspare ich Euch hier die Details, aber so viel kann ich sagen: Die Vibrationen sind erheblich besser geworden, ganz weg sind sie bei Geschwindigkeiten zwischen 80-85 km/h (noch) nicht.

Ich persönlich glaube, diese Bereifung ist recht vielversprechend für den FUSO, für Europa, bzw. Deutschland ist sie allerdings noch nicht so ohne Weiteres verfügbar/einsetzbar. Dass sich diese Felge/Reifen-Kombination grundsätzlich in Deutschland eintragen lässt, hat Toni ja schon gezeigt, allerdings weiß ich nicht, in wie weit man (noch) auf das Wohlwollen des Prüfers angewiesen ist und die Versorgungslage ist ebenfalls nicht so ganz Ohne.

Die Patriots z.B. haben zwar ein M+S Zeichen, leider aber nicht die mittlerweile in Europa vorgeschriebene Alpin/Schneeflocke Kennzeichnung und auch ein Euro-Reifenlabel habe ich auf den Reifen nicht gesehen. Ob das die einzigen Gründe sind, weshalb sie in Deutschland nicht erhältlich sind, weiß ich nicht, es wird aber dazu beitragen. Patriot kommt aus den USA und da wir hier gerade vor Ort sind, habe ich dort mal neben obigen Punkten noch angefragt, ob auch ein AT-Reifen mit gleichen Dimensionen und Lastindex geplant ist. Gladiator z.B. bietet nämlich einen 37×13.5R17 131Q MT-Reifen an und hat angekündigt, dass noch in diesem Jahr angeblich eine AT-Version davon rauskommt.

Die Felgen könnte man sich zwar prinzipiell einfach aus Australien kommen lassen (Kym bietet weltweiten Versand an), wenn mit einer der Felgen aber etwas nicht stimmen sollte (wir hatten Felgen dabei, die nicht rund gelaufen sind), dann wird es aufwändig mit der Reklamation.

Ihr seht also – wie immer – es ist bisweilen nicht ganz so einfach und man sollte Spaß an solchen Dingen haben, wenn man hier als Pionier unterwegs ist. Ob das eine Plug and Play Lösung für den FUSO in Deutschland werden kann, wird sich noch zeigen müssen.

Ach ja, die Spurbreite mit der neuen Bereifung ist übrigens vorne und hinten identisch und liegt bei uns jetzt bei 2,08m (jeweils Außenkante Reifen gemessen). Das sind etwa 6-8cm mehr als vorher. Damit die Reifen dann vorne nicht zu weit rausstehen, bietet der Felgenhersteller modifizierte Wheel flairs (das sind die schwarzen Teile unterhalb der Tür) zum Austausch an. Wir haben diese Teile montiert und finden, dass das richtig gut aussieht. Auf den anhängenden Bildern könnt Ihr Euch ja selbst einen Eindruck davon verschaffen. Jedenfalls stehen die Reifen damit nicht raus, d.h. das wäre zumindest kein Grund für einen TÜV-Prüfer, dem Umbau zu widersprechen. Und mit den zusätzlichen Schmutzabweisern auf der Rückseite (Marke Eigenbau), wird unser Getüm jetzt auch bei Offroad-Fahrten wesentlich weniger dreckig.

Der Reifendurchmesser der neuen Bereifung ist übrigens nochmal rund 3% größer als mit den 285/70R19.5. Für mein Empfinden geht das so gerade eben noch ohne Modifikation der Achsübersetzung, ist dann aber auch wirklich die Grenze. Bei noch größeren Rädern (wie z.B. bei Carlo) kommt man um eine Anpassung der Achsübersetzung meiner Meinung nach einfach nicht drumrum.

 

Sorry, dass das hier jetzt ein halber Roman geworden ist und viele Grüße,

Olly

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21. Oktober 2018 - 7:46
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Hallo Olly,

danke für Deinen Erfahrungsbericht. Das klingt zunächst einmal richtig gut! Ich habe selbst den Unterschied im Fahrkomfort mit Toni‘s Auto erfahren dürfen und das war wirklich beeindruckend.

Ich hatte ebenfalls schon Kontakt mit Kym wegen der Reifen. Die von Kym lieferbaren Reifen haben auch alle kein EU-Label und kein Alpine-Symbol. Ich habe einen TÜV-Prüfer, von dem ich weiß dass er grundsätzlich recht flexibel ist, gefragt ob denn das EU-Label zwingend nötig sei für eine Eintragung. Er hat das wie zu erwarten leider bejaht. 

So bleibt im Moment wohl nur die Möglichkeit, derartige Schlappen für Auslandsreisen in Länder aufzuziehen, wo sich sowieso niemand für die Reifen interessiert. Die paar Kilometer in Deutschland/EU müsste man notfalls riskieren.

Und grundsätzlich wäre für einen als Reisemobil genutzten Canter ein AT-Profil deutlich sinnvoller. Mal sehen, vielleicht kommt da noch etwas….

Liebe Grüße an Euch über den großen Teich

Helmut

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23. November 2018 - 1:06
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Hi Helmut,

es gibt erste Neuigkeiten zum Thema Reifen. Ich habe vom Vertriebsleiter Europa von Omni-United die Info erhalten, dass die Reifenmarke Patriot zwar noch nicht in Europa eingeführt ist, sie in Kürze aber in Europa unter einer anderen ihrer Reifemarken einen Reifen mit den gleichen Dimensionen und identischem Lastindex anbieten werden.

Es handelt sich dabei um den Renegade R/T+ von Radar Tyres und der Vertrieb in Deutschland läuft über Reifen Gundlach. Diese Reifen haben auch kein ganz so aggresives MT-Profil und sind damit näher an einem AT-Reifen dran. Wann genau der 37×12.5 R17 131Q in Deutschland verfügbar sein wird konnte er mir noch nicht sagen, will mir aber Bescheid geben, wenn er näheres weiß.

Da dieser Reifen dann in Deutschland beziehbar ist, wird er sicherlich ein Eurolabel haben und somit sollte eine Eintragung dann auch möglich sein.

LG aus der Nähe von New Orleans, Olly 

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24. November 2018 - 11:45
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Servus Olly,

das klingt vielversprechend!

Ich habe aktuell durch eine deutliche Luftdruckminderung an der Vorderachse einen halbwegs vernünftigen Fahrkomfort. Eine weitere Verbesserung wäre aber schon klasse!

Danke für die Info, ich bin gespannt was sich tun wird.

Liebe Grüße, auch an Harry und Leeloo

Helmut

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25. November 2018 - 11:51
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Hallo und schönen Sonntag zusammen!

 Hier mal wieder ein paar neue Infos zum Thema Reifen von mir.

@ Olli: Auch bei uns ist bei ca. 75-80km/h eine leichte Unwucht zu hören, aber nur hör- und nicht spürbar. Allerdings habe ich die Reifen nach der Montage nicht wuchten lassen, das werde ich wahrscheinlich nächstes Frühjahr noch machen – muss aber noch sehen wer das im montierten Zustand am Fahrzeug macht, denn das ist wohl entscheidend für den runden Lauf.

An alle anderen interessierten: Ich habe jetzt doch noch Reifen ausfindig gemacht, die kurzfristig bei einem örtlichen Händler lieferbar sind (ca. 250€ /Stück) und eine vernünftige Traglast haben. Aber leider auch ohne E und M+S Kennzeichnung, also muss die Verfügbarkeit in Europa nicht zwangsläufig eine Strassenzulassung bedeuten, da solche Reifen wohl für reine Offroadfreaks und – einsätze vorgehalten werden. Der Händler hat mir erstmal davon abgeraten und behauptet dass die ganze Betriebserlaubnis erlischt, falls ich die Dinger montiere – 100 Prozent sicher ist er sich allerdings auch nicht. Da mir aber bisher niemand definitiv sagen konnte ob das noch „toleriert“ wird z.B. beim TÜV habe ich auch noch nicht bestellt.

Wer sich selbst ein Bild machen möchte: Federal Couragia M/T 37×12,5×17 129Q.

Falls sich tatsächlich eine offiziell zugelassene Variante findet, würde ich auch für die Hinterachse 2 neue Kompletträder ordern und meine bisherigen als Ersatzreifen mitnehmen – Vielleicht können sich ja die potentiellen Interessenten über das Forum zusammentun wenns dann soweit ist…

Bis dahin fahre ich halt noch leicht übergewichtig durch die Gegend…

Viele Grüsse!

Toni

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3. Dezember 2018 - 21:46
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Hi Toni,

was das Auswuchten angeht, habe ich gelernt, dass FUSO eine von genau zwei Automarken ist (die andere soll Landrover sein), bei denen die Räder nicht über das Zenralloch zentriert werden, sondern über die Radbolzen. Weil das so selten ist, arbeiten Auswuchtmaschinen leider ausschließlich bezogen auf die Zentralbohrung der Felgen und geben Dir deshalb keine korrekten Ergebnisse für FUSO-Räder. 

So lange Du keinen seitlichen Schlag hast, kannst Du auch einfach Auswuchtgranulat verwenden (im englischen balancing beads). Das wird einfach in den Reifen eingefüllt (dazu muss der Reifen vom Felgenbett gelöst werden, geht also nicht ohne Werkstatt) und verteilt sich dann bei der Fahrt selbstständig. Meines Wissens ist das die übliche Form des Auswuchtens bei großen (LKW-) Reifen. 

Vg

Olly 

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ConFuso
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3. Dezember 2018 - 22:03
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Servus Olly,

kann man so ein Auswuchtgranulat nicht auch über den Luftanschlußstutzen einbringen (bei herausgedrehtem Ventileinsatz)?

Viele Grüße 

Helmut

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